Press Release

THEAN CHIE CHAN geboren 1972 in Penang, Malaysien, lebt und arbeitet in Wien; Er studierte unter Christian Ludwig Attersee an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Die Subtilität desKonzepts dieser klassischen Tuschemalerei besteht nicht nur in der Beschränkung auf eine Farbe, sondern auchin ihrer minimalistischen Gegenübersetzung von Kontrasten. Ordnung – Chaos Thean Chie Chan’s Kunst ist eszwei konträre Konzepte in diese einfache Form zu bringen. Die Linien stehen für Ordnung, die gespritzte Farbefür das Chaos, den Zufall. In manchen Bildern treffen diese zwei Konzepte aufeinander. Die wie eine Sanduhrgeformten amorphen Gebilde kann man als Metapher des Menschseins verstehen. Thean Chie Chan verwendetklassische Tuschemalerei um, aus seiner Sicht, den modernen Menschen darzustellen. Durch unsereIndividualität sind die Menschen voneinander getrennt und nur durch eine dünne Linie verbunden. Jedoch ist diesbereits ein Erfolg, denn dadurch sind wir im Stande in Beziehung zueinander zu treten.

Zu seinen letzten Ausstellungen zählen: Unfassbar umrissen, Bank Austria Kunstforum, Wien, AT, 2018, solo, Air 2017, Krinzinger Projekte, Wien, AT, 2018, Michael Vonbank, Im Tintenfischgarten tief in mir - ErsteRetrospektive 1990-2015, Galerie Kunst & Handel, Graz, AT, 2016, Mythen, Riten, Maskenspiele, MuseumKrems, Krems, AT, 2015, solo, Zeichnungen, Galerie Krinzinger, Wien, AT, 2013, solo;

JÓZSEF CSATÓ geboren 1980 in Ungarn, lebt und arbeitet in Budapest; József Csató lässt sich für seine Arbeit von der langen Geschichte der Malerei und deren traditionellen Genresinspirieren: Stilleben, Landschaftsmalerei, Porträt, Erzählung und Abstraktion. Seine Arbeiten nähern sich diesenKategorien aus einer neuen Perspektive und kombinieren sie zu einzigartigen Hybriden. Im Bildinhalt assimiliertCsató kunsthistorische Referenzen mit einer visuellen Sprache der Gegenwart – vom Märchen überpopkulturellen Ikonograpie bis zu faszinierenden surrealistischen Szenen. Lockere biomorphe Figurenverschmelzen zu botanischen Formen, Tröpfchen, Fliesen und anderen geometrischen Formen. Die stilisiertenObjekte jeder Komposition sind gestapelt, um eine spielerische Hierarchie und eine merkwürdige Darstellung desRaums zu schaffen. Die vagen Werktitel lassen Raum für Interpretatoin.

2006 beendete Jósef Csató sein Studium an der Ungarischen Kunstakademie in der Klasse von Dóra Maurer. 2013, 2014 und 2015 gewann er dreimal das Gyula Derkovits - Stipendium. 2013 erhielt er den renommiertenEsterhazy-Preis. Zu seinen letzten Ausstellungen zählen: ENA Viewing Space, Not Enough Buckets to Hold theTears of Joy, Budapest, HU, 2019, solo, Schloss Esterhazy, Interesting Collection from the Universe, AT, solo,Krinzinger Projekte, AIR Wien, AT, 2018, Kunsthalle, Derkó Now, Budapest, HU, 2015, solo, Krinzinger Projekte,Residency, Pet mihályfa, HU, 2015;

HANAKAM & SCHULLER Markus Hanakam (geb. 1979 in Essen, Deutschland) und Roswitha Schuller (geboren 1984 in Riesach, Österreich) leben und arbeiten in Wien. Markus Hanakam und Roswitha Schullers Arbeitenzeichnen sich durch ein Interesse an Objekten aus, die Hybride sind zwischen Kunst- Design, oderAlltagsgegenständen. Solche Objekte sind besonders geeigent, um über Bildproduktionen und Postmedialitätnachzudenken. Etwa standardisierte Plastikverschlüsse, wie wir sie aus unserem Konsumalltag kennen, die dasKünstler_innenduo zu neuen Objekten ohne eindeutig erkennbaren Gebrauchswert zusammengesetzt. Diesewiederkehrenden Protagonisten ihrer Installationen Videos oder Drucke bevölkern Archivregale ebenso wie denRapport von Tapeten [...] (Auszug aus „Hide & Seek” von Georgia Holz, 2020)

Die Arbeit Harlekin & Colombine zeigt ebenfalls ein Hybrid Objekt, wenn auch ein gefundenes – eine Porzellanfigurine aus dem Rokoko. Das deutlich sichtbare Druckraster des Bildes entlarvt die Reproduktion derFigur. Die Künstler_innen scannten einen Auktionskatalog, der auf Darstellungsmodi zurückgreift, die mittels„Auratisierung” die Erzeugnisse der ursprünglich seriellen Produktion zu Unikaten stilisiert. Hanakam und Schullermachen die Aura buchstäblich sichtbar, in Form einer gestischen Übermalung mit semitransparenter Acryltusche,zugleich ein Akt des Zeigens und Verbergens. Man kann nicht umhin es als augenzwinkernden Verweis aufWalther Benjamins berühmten Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit” zulesen. Die farbige Wand wirkt gleichsam als Bühne und Rahmen für das Bild.

Die Videoanimation Tower of Jewels (2015, Re-Cut 2021) basiert auf Scans von Kunststoffobjekten. Es handelt sich um Drehkörper die durch Scanverfahren räumliche Tiefe und Unschärfe gewinnen. Hankakam&Schullerordnen sie in konzentrischen Kreisen und rotieren diese in verschiedenen Skalierungen. Der Sound wirdebenfalls, durch das Reiben an einer Steinoberläche, von den Kunststoffobjekten selbst erzeugt. Der akustischeEffekt, der sich durch dieses Verfahren ergibt, wird heute zunehmend in Social Media als Autonomous SensoryMeridian Response (abgekürzt ASMR) genutzt. ASMR bezeichnet die Erfahrung eines kribbelnden Gefühls aufder Haut (sogenannte Tingles) und wird häufig durch akustische, visuelle und taktile Sinnesreize (sogenannteTrigger, deutsch „Auslöser”) ausgelöst, jedoch individuell verschieden stark oder schwach erlebt.

Zu ihren letzten Ausstellungen zählen: The Emblematic Cabinet, Galerie im Traklhaus, Salzburg, AT, und Städtische Galerie Cordonhaus, Cham, DE,2020, solo, Oikos, MQ Artbox, Museumsquartier Wien, AT, 2020,solo, Linterna Magica, Ebensperger Rhomberg x Berlinale Forum Expanded, Berlin, DE, solo, Anthropocene OnHold, PCAI Polyeco Contemporary Art Initiative, Piraeus, GR, 2020, Mind so Fast, Body so Slow, Berlin Weekly,Berlin, DE, 2020, House of Rituals, Vienna Art Week, Wien, A, 2020, Rencontres Internationales, Haus derKulturen der Welt, Berlin, DE, 2020.Rencontres Internationales, Contemporary Moving Images, LouvreAuditorium, Paris, FR, 2020, In diesem Jahr werden ihre Arbeiten in der Biennale für Freiburg in Freiburg imBreisgau zu sehen sein.

STEFANIE DE VOS *1984 in Zottegem, Belgien; Sie studierte Architektur an Sint-Lucas Gent und Bildende Kunst an der Academie voor Schone Kunsten Antwerpen und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Lebt undarbeitet in Wien. In ihren Gemälden und Zeichnungen verbindet Stefanie De Vos ihre Leidenschaft für Malerei, Architektur undLandschaft. Kommunizierende Farbflächen und grafische Elemente verbinden sich zu farbenfrohen expressivenKompositionen in Arbeiten auf Leinwand, Papier, Acrylglas, als Objekte und Wandmalerein. Ihre Arbeitsweise istintuitiv, ein Gefühl der Freiheit spiegelt sich in vibrierenden, rhythmischen Bildern. Eine Zusammenfassung vonElementen in kontrastierenden Maßstäben, Materialien und Farbtemperaturen führt zu kettenartigenAnordnungen mit unregelmäßigen Rhythmen und Akzenten. Die lebendigen Bilder sind wie Landschaften, indenen viele visuelle Spaziergänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten, vielfältigen räumlichen Verbindungen,Unterbrechungen und variierenden Orientierungspunkten möglich sind.

Zu ihren letzten Ausstellungen zählt: SoArt Artist in Residence, AT, 2020, Romantic Activity, Casa Argentaurum, Gent, BE, 2020, Borrowed Spaces, Warp Sint-Niklaas, BE, Groupshow, 2020, AIR Artists in Residence,Krinzinger Projekte Wien, 2019, Festival International des Jardins Chaumont-sûr-Loire, 2019, AIR Petömihalyfa,Krinzinger Projekte, HU, AIR, 2018, AIR Cité Internationale des Arts Paris, Flanders, State of the Art, FR, AIR,2018, Summer, Dance and Objects, PERFORMANCE with Yi-En Chen (Choreographie/dance), WUK KEXSummerstudio Wien, 2018, On Space, Edel Extra Nürnberg, 2018, WARP BELGIUM Portfolio Weekend,Eindhoven, NL, 2018;

LINUS RIEPLER *1984 in Vöcklabruck, lebt und arbeitet in Wien; Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, bei Gunter Damisch und Manfred Pernice und an der Koninklijke Academie voor SchoneKunsten, Antwerpen. 2017 bekam er den Klemens Bosch Preis, 2014 den Heinrich Gleißner Förderpreis und2013 den Theodor Körner Preis verliehen.

Rieplers Arbeiten wurzeln in persönlichen Erfahrungen und diese treten in mental wieder erlebten Erzählungen immer wieder auf. Dabei geht es ihm nicht per se darum, seine Lebensgeschichte zu erzählen, sondern darum,über Objekte Geschichten zu erzählen. Dabei können dieselben Dinge ganz andere Erinnerungen in dem/derBetrachter*in wachrufen und funktionieren wie Relais zu einer erinnerten Erfahrungswelt – wie Brücken inunserem Gedächtnis, die einen Impuls zu einer gemeinschaftlichen Erinnerung und Erzählung schlagen.Einfache Materialien, Fundstücke und Teile von Gebrauchsgegenständen treffen in den Raumskulpturen von Linus Riepler auf handgeformte Objekte und abgeformte Strukturen. (Daniela Hahn)
In der aktuellen Ausstellung werden konkrete Orte zitiert. Einer der zitierten Orte ist die eigene Wohnung. Das Raummodell Wohnung Gfrornergasse (kurz vor dem Auszug), 2020 ist eine detailgetreue Nachbildung RieplersWohnung kurz vor einer Übersiedlung während des ersten COVID 19-bedingten Lockdowns –als Zeugnis einesAbschiedes und einer Momentaufnahme. Es handelt sich hier also um einen Abschied und eineMomentaufnahme. Die Arbeit noch immer warten auf bessere Aussichten (2021) hat ihren Ursprung auch inbesagter Übersiedlung. Als Ausgangspunkt dient eine Fensternische der zitierten Wohnung. So ist auch derHeizkörper ein Abguss eines Heizkörpers der Wohnung.

Bei dieser Arbeit handelt es sich allerdings nicht um eine exakte Rekonstruktion eines Ortes, dieser wird zwar angedeutet, es geht aber viel mehr um die Darstellung einer Stimmung. Die Skulptur bleibt skizzenhaft undüberlässt es den Betrachter*innen sie fertig zu denken. Der Soundtrack zur Arbeit stammt von Justin Lepard (akaPsychodelic Chello). Während eines Lockdown-bedingten intensiven videotelefonischen Austausches bgann eineZusammenarbeit der beiden Künstler, so schrieb Justin Lepard, Musiker und Komponist aus Los Angeles dasMusikstück für diese Arbeit.

Zu seinen letzten Ausstellungen zählen: Nach dem Taifun, Kunstraum ada, Wien, AT, 2020, solo, Open Art Biennale, Örebro, SE, 2019, Thomas Bernhard-Abend, österreichisches Kulturforum in Berlin (Installation), DE,2019, 10. Medunarodni festival vizualnih umjetnosti ARTERIJA, Museo Lapidarium, Novigrad,, HRV, 2019, Preiseund Talente 2019, Power Tower, OK and EnergieAG, Linz AT, 2019, 26 Relaxercise, 5 year anniversary of stayhungry project space, Berlin, DE, 2019, A small analog holodeck, Richmond Art Collective, Spokane, USA, 2017,solo, Left Behind, Galerie Krinzinger AT, solo, 2021 werden seine Arbeiten in einer Einzelausstellungen in derGalerie im Traklhaus in Salzburg zu sehen sein.

ANJA RONACHER * 1979 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien; Sie studierte Fotografie am Royal College of Art in London sowie an der Estonian Academy of Arts in Tallin und Scenography an der Universität für AngewandteKunst in Wien;

In den beiden Ausstellungen Pardise und The Guest House zeigt Anja Ronacher Arbeiten aus verschiedenen Werkzyklen.
Zum einen sind es Arbeiten aus ihrem zeichnerischen Werk. In kleinen Formaten arbeitet sie in Tusche auf Papier. Ausgehend von einer Zeichnung des Ecce Puer, einer zuerst wächsernen, und danach vielmals in Bronzegegossenen Skulptur von Medardo Rosso, die den Anfang der Serie genommen hat, hat sie einen Werkzyklusvon Kindergesichtern entwickelt. Sie zitiert Antonin Artaud “Das menschliche Gesicht ist eine leere Kraft, einTodesfeld, es sucht sich noch immer”. Im Zeichnungsraum zeigt Ronacher ebenso eine Vitrine mitRecherchebildern (die archäologische Ausgrabungsstätte des Tacht-e Suleiman sowie eine Klosteranlage in derProvinz West – Aserbaidschan, Iran, 2018)

Zum Anderen zeigt sie fotografische Arbeiten aus den Jahren 2018 und 2019. In einer komplexen analogen fotografischen Technik, die sie seit 2010 weiterentwickelt, werden archäologische Dinge zu Symbolen, die in dasTief der menschlichen Psyche blicken. Im Titel Pardise, jüdischer Pardes, christliches Paradies, und islamischerGarten, löst sie die Begriffe auf und schreibt sie erneut. Die Titel der Fotografien markieren jeweils den Ort, sowiedie museologische Beschreibung des Dinges, hier fotografiert in Yucatan, in archäologischen Museen in MexikoCity sowie in Athen. Rigo Gallery Novigrad, HRV, 2017, solo, BC21 Kunstpreis, 21Haus, Vienna, AT, 2017, Anja Ronacher, Kunstverein, Salzburg, AT, 2016, solo

Zu ihren letzten Ausstellungen zählen: Leto Gallery, Warsaw, PL, (cancelled due to Covid19 restricitons), The wave and the sea, Gottrekorder, Graz, AT, 2020, Opfer, Leerstand Gallery, Wien, AT, 2020, Die Sammlung,Lentos, Linz, AT, AT, 2019, Answer to Job, Vucedol Museum, Vukovar / Oris, Zagreb, Kroatien, HRV, 2018, und

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Installation Views

Artists Exhibiting

Also Exhibiting at Galerie Krinzinger

About the Gallery

Galerie Krinzinger was founded in 1971. Since then at least 400 solo, group and topic shows have been organised. The main issue of the gallery program results on one side from international performance art and body related art (Chris Burden, Mike Kelley, Paul McCarthy, Nancy Rubins) based originally on Viennese actionism (Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Rudolf Schwarzkogler).

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Vienna
Austria
Opening Hours
Wed - Fri, 12pm - 6pm
Sat, 11am - 2pm
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Galerie Krinzinger
Schottenfeldgasse 45, Vienna, Austria

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