
Dies ist eine Ausstellung zu den unbestimmbaren radikalen Elementen zwischen Öffentlichkeit und Intimität. Oder zu den sich überlappenden Strukturen von persönlichen und öffentlichen Geschichten und Leben. Die Bilder haben allerhand im Angebot: distinguierte Gesprächsstoffe und Ausgespucktes gleichermaßen. Cool and Cruel. Hergestellt in New York City (“It’s NY and New Yorkers love black”) in Gedanken aber auch an andere (europäische) Geschichten. Dunkel auf dunkler. Malerei, die man nicht völlig mißversteht, wenn man von der vielleicht naheliegenden Vermutung ausgeht, eine Verbindung zwischen Sex und Magie oder einen verschütteten Grund verflüssigter Mahnmale entdeckt zu haben. Grund für sich erhebende Stimmen, lllusionskünstler und Seiltricks.
Ladies Of The Rope bezieht sich auf The Rope, eine achtköpfige Frauengruppe in Paris, Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, in der unter anderem Solita Solano, Margret Anderson, Jane Heap, Georgette Leblanc zusammen kamen. Sie hatten sich als einzige fast ausschließlich lesbisch orientierte Selbsterfahrungsgruppe getroffen. Unter dem frühen Global-Guru/Lehrer G.I. Gurdjieff (“Der Vierte Weg”) entwickelte sich aus dem speziellen Verbund spiritueller Sucherinnen mit Hang zu esoterischer Psychologie eine ganz eigene Gruppierung, eine lose kulturelle Produktions-Gemeinschaft mit unterschiedlichen inneren Formationen und sich über viele Jahre entwickelndem und in verschiedenen Korrespondenzformen aufrechterhaltendem Netzwerk von privaten und professionellen Beziehungen: Leben als Performance, Treffen wie Therapien, Aktionen spiritueller Anarchie, Austausch über Arbeit. Das Bild vom Seil, die “ropes” beziehen sich auch auf die “tricks of the trade”, Verbindungsstricke, gemeinsame Anstrengung, schwarze Rosenkränze und Beziehungen, Tode, Gordische Knoten, Rettungsmanöver, Seilschaften eben und positive Abhängigkeiten.
Show me a good time! In diesem Sinne ist die Ausstellung ein Show-Raum. In diesem Sinne werden die Dinge und die Informationen benutzt, als wenn es Wörter wären. Und die Wörter, als wenn sie Farben wären, und die Farben als wenn ... den Rest der Arbeit muß der Betrachter tun. Eating your eye, I. Und so weiter. Musik bitte.
Galerie Buchholz is an art gallery specializing in international contemporary art, with exhibition spaces in Cologne, Berlin and New York City. The gallery was founded in Cologne in 1986 by Daniel Buchholz, and today is run jointly with Christopher Müller.

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